Gnadenhof Avalon

 

Aquas Geschichte:

( Ihr lieben Menschen, bitte entschuldigt die falschen Absätze in unseren Geschichten. Irgendwie komme ich da mit dem Format und einkopieren nicht zurecht. Im Word ist alles richtig, wenn ich den Text auf die Webseite kopiere, wird alles auseinander gezogen und eine korrekte Bearbeitung ist nicht möglich. Wenn hier jemand einen Tipp für mich hat: Bitte melden!)

Es war November, all unseren Hundis ging es gut, Luna war bereits seit einem Jahr bei uns und erholte sich zusehends, fühlte sich bei uns sicher und war zufrieden. Bei unseren Spaziergängen hüpfte sie fröhlich durch den Wald. Ein bissel einen Wackelgang hat sie, eines hoffentlich noch sehr fernen Tages, wird vermutlich eine Hüft OP auf sie und uns zukommen.

Wir entschlossen uns, vorübergehend einen Hundi, welcher dringend Hilfe benötigt, in Pflege zu nehmen. Für ein paar Wochen oder so. Würde dies funktionieren, so könnten wir immer mal wieder einem Fellgesicht für einen kurzen Zeitraum ein Pflegezuhause geben. Das war der Plan! Ha! Wir und unsere tollen, genau durchdachten Pläne! Mal wieder sollte alles anders kommen.

Wieder wie bei Luna: Wir suchten nach einem kleinen Hundi, welcher unsere nicht verletzen konnte. Da erhielten wir einen Notruf bezüglich dem noch sehr jungen Rüden, Aqua. Aqua wurde von Hundefängern auf den Straßen Spaniens eingefangen und in einem Tierheim abgegeben. Aqua wurde von all den anderen Hunde dort gemobbt, musste letztendlich zu den Welpen gesperrt werden. Aqua litt unter einer Hautkrankheit und war bis auf die Knochen abgemagert. Es hieß, er würde unter Demodex Milben leiden und/oder unter einer noch unbekannten Allergie. Aqua war nicht klein, sondern ein ausgewachsener Podenco. Aufgrund seiner Krankheit litt er fürcherlich, magerte immer mehr ab, sein Leben war in Gefahr. Mal wieder setzten wir unser Metermaß an all unsere Hundis, auch an Luna, welche sich darüber furchtbar erschrak: Metermaß, huuuu, Gefahr! Die arme, hat mit gutem Zureden dann doch still gehalten und wir maßen einen Unterschied von Luna zu den angegebenen Aqua Maßen von 5 cm Zuviel! Der war so groß, dass er sogar den Kopf auf unseren Küchentisch legen konnte. Und ein Rüde dazu! Auch noch jung! Was wäre, wenn dieser die Rudelherrschaft an sich reißen wollte? Mit Gewalt? Ein Windspielchen hätte locker in den Riesen Podi Rachen gepasst! Da waren wir uns ganz sicher.

Auch wenn er ja nur ein paar Wochen bleiben sollte, bis die Demodex Milben weg und seine Allergie erkannt war, das ging gar nicht. Ein paar Wochen konnten die Hölle bedeuten.

Viele Telefonate mit unserer lieben „Vermittlerin“ folgten, sie meinte: „Aaach, das sind doch nur fünf Zentimeter“ Wir meinten, toll, so haben wir bei Luna auch schon gedacht, der übernächste Hund wird dann vermutlich die Größe eines Elefanten haben.

Es sind IMMER nur fünf Zentimeter.

Ein hin und her und Aqua ging es im spanischen Tierheim immer schlechter.

Und noch immer niemand da, der dem Rüden helfen wollte.

Immer wieder schauten wir uns die beiden Bilder von Aqua an, seine Farbe undefinierbar, vielleicht grau oder so, das Gesicht: Ein sooo leidender Blick, ganz traurige Augen, auf den Fotos konnte man Wunden und Knubbel und herausstehende Knochen erkennen. Und große Füße! „Schau mal, „was der Pfoten hat! Das sind mehr als 5 Zentimeter Höhenunterschied“ „Ach nee, die Frau, die neben ihm steht, hat bestimmt nur ganz kleine Füße“ meinte ich und damit war klar, dass Aqua zu uns kommen könnte.

Doch zunächst mussten wir uns tausendfach versichern lassen, dass er keine ansteckende Krankheit habe, denn das wäre hier bei sechs Hundis eine Katastrophe. Und er ist ja sooooo lieb zu den Welpen.

Nun, letztendlich sagten wir zu. War ja eigentlich von vorneherein klar gewesen und wir hätten uns das ganze hin und her sparen können.

Aqua musste schnellstmöglich zu uns, sein Zustand verschlechterte sich zusehends.

Dann der Horror: Es waren keine Flugboxen in seiner Größe da!

Am Tag, als ich erfuhr, dass Jady, die Hündin meiner Eltern bald schlafen gelegt werden sollte (das war ein richtiger Scheiß Tag!), rief mich unsere Vermittlerin an es war zwei Wochen vor Weihnachten, und rief fröhlich: „Überraschung! Aqua kommt Freitag Nacht!“ Freitag! Das waren noch zwei Tage!

Ich freute mich und fühlte mich dann plötzlich überfordert.

Was wäre, wenn er sich nicht mit unseren Hundis verstehen würde, was wäre, wenn er doch einer ansteckende Krankheit haben würde, was wäre….. und hach: 5 Zentimeter!!!! So groß!!!

Was ist, wenn Jady nun schon gehen muss…..

Nu, egal, zurück konnten, wollten wir nicht mehr. Wir hatten uns entschieden und standen dazu.

Zum Glück sagte meine liebe Freundin Uschi wieder zu mit zu fahren.

Und ich sag euch was, Leute, das wurde eine Fahrt, die keiner von uns je vergessen sollte. Für mich ists noch heute ein Wunder, dass uns nichts passiert war, dass wir alle wieder heil zu Hause ankamen.

Denn an dem Tag, an dem wir Aqua im 150km entfernten Frankfurt abholen sollten, kam der Schnee. Und zwar richtig und viel, ein Schneesturm, es wirkte als wolle die Welt untergehen.

Als wir um 21 Uhr losfuhren war alles unter einen tiefen Schneedecke verschwunden, die Räumdienste kamen nicht nach und es wurde überlegt ob wir die Fahrt absagen sollen. Doch für mich stand fest: Entweder wir würden jetzt zum Flughafen fahren oder ich würde zu Fuß nach Frankfurt gehen (keine Ahnung wie lange ich gebraucht und ob ich es geschafft hätte, ich schwörs euch, Leute, ich hätte es zumindest versucht!), denn dort war ein Hund, der auf uns wartete, der unsere Hilfe benötigte.

Wir fuhren also im Schneckentempo los. Ich muss dazu sagen, dass es außer in ein Flugzeug steigen zu müssen, für mich nix schlimmeres gibt als im Schnee zu fahren. Ich hasse es! Doch ich tat es! Das ist mal wieder der Beweiß dafür, was man alles kann, wenn man es muss.

Aqua sollte um zwölf Uhr nachts landen, normalerweise packen wir die Strecke in knapp eineinhalb Stunden, heute nicht.

Wir waren unter Zeitdruck. Zum Glück war die Autobahn einigermaßen frei, wir kamen mehr oder minder gut durch, waren kurz vor zwölf am Flughafen.

Hetzten durch die Gänge, erfuhren, das Flugzeug war bereits gelandet, sausten zum Treffpunkt. Dort stand noch ein junges Paar, sie trug eine Leine in den Händen. Wir kamen gleich ins Gespräch, ja, auch sie warteten auf ihren Hund, einen Welpen. Die beiden waren ganz aufgeregt. Es war ihr erster Hund.

Dann kam die Frau, welche uns die Hundis übergeben und für den korrekten Ablauf sorgen würde. Unsere Ausweise wurden kontrolliert, wir unterschrieben die Formulare.

Damals wusste ich noch nicht, dass „diese Frau“ eine meiner engsten und besten Freundinnen werden würde.

Und dann, der Schock: Aufgrund des Schneesturmes sollten die Flugzeuge heute nicht mehr ausgeladen werden, sondern erst Morgen!

Ich , eh schon bis zum Anschlag angespannt, explodierte fast: Man konnte die Hunde doch nicht noch so viele weitere Stunden in dem kalten Gepäckraum in den kleinen Boxen lassen.

Das junge Paar wirkte auch ganz verzweifelt.

Claudia, so hieß unsere „Übergabefrau“, nahm die Sache in die Hand und kam mit guten Nachrichten zurück. Ja, die Hunde würden ausgeladen werden, es würde nur noch ein bissel dauern. Wir müssen uns gedulden.

Wie ein Tiger im Käfig ging ich nervös hin und her, hin und her. Auch meine liebe Uschi konnte mich diesmal nicht zur Ruhe bringen.

Ich wusste nicht, was da auf uns zukommt, war nicht sicher, alles richtig gemacht zu haben. Wusste gar nix mehr. Musste warten. Der Hund musste warten. Warten ist schlimm! Und dann, endlich kamen sie! Die Flugpaten, mit einem Wagen und zwei Boxen. Einer großen Box und einer kleinen Box, die auf der großen stand.

Ihr lieben Leute, Flugpaten sind ganz wichtige Menschen! Flugpaten sind Menschen, welche sich nach ihrem Urlaub im Ausland dazu bereit erklären als „Gepäckstück“ einen Hund (oder ein Kätzchen) mitzubringen. Das kostet diese Menschen nichts! Alle Kosten werden von dem Verein übernommen.

Ach, und dazu gleich noch etwas, was ich bereits bei Luna schrieb, hier nun aber auch noch einmal betonen möchte: Für uns selbst gibt es bezüglich der Frage ob wir einem Tier aus dem Ausland oder einem im Inland helfen, keine Grenzen! Wir setzen uns für Tiere in deutschen Tierheimen genauso wie für Straßentiere im Ausland ein. Schließlich frage ich ja auch keinen Menschen, wenn dieser Hilfe benötigt und ich helfen kann zuerst nach seiner Nationalität. Es wird ganz einfach im Rahmen der eigenen Möglichkeiten geholfen. Punkt.

Als ich die große Nase sah, welche sich versuchte durch die Gitter der Box zu drücken, dachte ich nur: Der will raus, der muss raus! Sofort!

Doch Claudia wollte mit uns zuerst rein in den Fahrstuhl und ein Stockwerk tiefer, Richtung Kassenautomat, damit die Hundis ein bissel Ruhe haben. Eine weise Entscheidung, doch ich und die aus der Box gequetschte Nase platzten fast.

Da die Box des Welpen defekt und daher mit Klebebänder zugeklebt war, öffneten wir zuerst Aquas Box, das junge Pärchen stand hinter uns und schaute interessiert zu.

Auch wenn die Nase bereits draußen war, der Rest traute sich dann doch nicht. Bisher wusste noch niemand, wie Aqua aussah. Ich ging auf die Knie, Claudia auch, wir warteten, Aqua ebenso. Dann griff Claudia sanft in die Box und zog etwas hervor, was uns allen den Atem raubte!

Weder ich, noch Uschi, noch Claudia und schon überhaupt nicht das junge Paar hatten ein solches Etwas jemals gesehen. Im Augenwinkel konnte ich erkennen, wie das junge Pärchen sich an die Hand nahm und einen intensiven Blick in die Box mit ihrem Hund warf. Ich bin sicher die armen hatten Angst, nee, richtige Panik, das der kleine genau so aussah.

Ich schnaufte, dann traten mir gleichzeitig mit Claudia die Tränen in die Augen.

Vor uns stand ein riesengroßer Kopf mit einem ganzem und einen zerrissenen Ohr, gehalten nur von Knochen auf einer dünnen zerbrechlich wirkender Haut, getränkt in Wundflüssigkeit und Blut.

Aqua und ich starrten uns an. Keiner wusste, was er nun machen sollte, also griff ich in die Tasche und reichte ihm ein Leckerli. Er nahm es sofort und sanft an, ich griff wieder in die Tasche und sein dürres Schwänzchen, von dessen die Spitze fehlte, ging in die Luft, wackelte hin und her. Er hatte Hunger! Er hatte Hunger, der Schatz!

Ich liebte ihn sofort und zweifelte auf der Stelle daran, dieses erbärmliche Wesen je wieder "hin kriegen" zu können.

Zum Abschied und meiner Überraschung nahm Claudia mich ganz fest und sehr herzlich in die Arme, drückte mich und wünschte uns von Herzen alles Gute. Wir hielten Kontakt stehen uns heute sehr nahe.

Hey, Claudi: Ich hab dich lieb! :-)

Auf dem Weg ins Auto gab ich dem dürren Ding neben mir immer wieder Leckerlis, welche er supertoll fand.

Anders wie bei Luna, traute sich meine liebe Freundin Uschi nicht, Aqua ins Auto zu heben, da sie Angst hatte, was kaputt machen zu können.

Ich also wieder ab vom Rücksitz, Augen zu und den Knochenmann reingehoben. Dann schnell zur anderen Seite, neben ihn. Aqua fühlte sich im Auto absolut und sofort podencowohl. Ließ sich umgehend so groß wie er war (übrigens mehr als 5 Zentimeter Unterschied!) neben mich plumpsen, streckte die langen Beine aus und schnurrte und grummelte die ganze Heimfahrt über wie eine Katze, nee, wie ein Podenco eben. Ich denke, zu diesem Zeitpunkt wusste Aqua schon viel mehr als ich, er wusste, dass er nun zu Hause war!

Und Uschi fuhr! Uschi fuhr durch den schlimmsten Schneesturm an den ich mich je erinnern kann. Uschi fuhr sicher und ruhig und gut. Mittlerweile kam auch der Räumdienst auf der Autobahn nicht mehr klar, alles, wirklich alles war zu! Kein Mittelstreifen mehr, kein gar nichts und man konnte mit viel Glück, gerade mal 10 Meter weit sehen. Es schneite und schneite und ich war nicht sicher, ob wir jemals zu Hause ankommen würden.

Doch Uschi fuhr, unbeirrt und sicher und ich werde ihr diese Fahrt niemals vergessen. Und weiß noch immer nicht wie ich mich für diesen Einsatz jemals bedanken kann.

Aqua indessen brummelte weiterhin wohlig vor sich hin, streckte sich immer wieder neu und breit aus. Wir erinnern uns: Unsere arme Angsthündin Luna lag eingerollt in der hintersten Ecke, soweit weg von mir wie nur möglich.

Ich versuchte Aqua zu streicheln, fand aber keine Stelle an seinem Körper, welche nicht voller Beulen, Wunden oder Verkrustungen war. Noch nicht einmal die Ohren, welche steif voller Krusten und Pusteln nach oben standen. Also strich ich sanft über seinen, im Übrigen furchtbar nach Schwefel (wir mussten die Fenster öffnen um nicht zu ersticken) stinkenden knochigen Körper. Berührung war wichtig und musste sein, und Leute glaubt mir, in einem solchen Fall ist einem eh alles Scheißegal, man will nur helfen, nur da sein.

Zu Hause angekommen, lernte Aqua zum ersten Mal den Schnee kennen und nicht mögen! Er wollte nicht aus dem Auto, als ich ihn mit sanfter Gewalt doch rauszog, versuchte er alle vier Beine gleichzeitig in die Luft zu halten um nicht mit dem kalten Nass in Berührung zu kommen. Man kann sich denken, das ging schief. Aqua fand Schnee den ganzen ersten Winter blöde und bei allen Spaziergängen, versuchte er ihm irgendwie auszuweichen. Heute ist ihm Schnee pupsegal und er rast lachend und wie eine wilde Wutz durch alle Schneewehen der Welt hindurch und spielt wild mit seiner Luna.

Es war etwa sechs Uhr morgens als wir endlich in unserer Küche ankamen, ich füllte Aqua einen Futternapf welchen er in SEKUNDEN leerte. Dann rülpste er und schaute mich an, obs nicht noch mehr gäbe. Nee, gabs jetzt nicht, also legte er sich, nachdem er alles beschnuffelt hatte umgehend ins Körbchen. Und begann sich zu kratzen! Dieses Kratzen sollte uns noch eine lange Zeit begleiten, denn Aqua litt unter großem Juckreiz, welcher durch seine Hautkrankheit auftrat.

Nicht nur wir, sondern auch all unsere Hundis waren über Aquas Anblick und wohl auch Geruch schockiert, keiner von unseren Fellgesichtern wollte etwas mit diesem „Ding“ zu tun haben. Im Gegensatz zu unserer Luna, die wirklich einen harten Weg in unserem Rudel gehabt hatte, wurde Aqua nicht angebellt, nicht beschimpft, alle wollten immer nur weg von ihm, keiner wollte irgendetwas mit ihm zu tun haben. Das war auch ihm recht, denn er litt sehr unter seinem Juckreiz, war eigentlich nur mit sich selbst beschäftigt, kratzte, knabberte leckte, fraß an sich selbst herum. Den ganzen Tag, und die ganze Nacht! Blut und Wundflüssigkeit tränkten alles!!! Und sein Hunger war enorm! Er fras und fras und fras.

Tagsüber wechselte ich seine Laken auf der Couch zwei bis dreimal, nachts versuchten wir zuerst, ihn in Decken einzurollen, dann erhielt er einen Gummiring um den Hals, am Schluss einen Trichter und Schuhe, damit er sich in seiner Juck und Kratzqual nicht weiter verletzen konnte.

Gleich als Aqua bei uns einzog, suchte ich einen Tierarzt, welcher auf Hautkrankheiten spezialisiert war und fand eine ganz wunderbare und europaweit bekannte Tierärztin in unserer Umgebung! Im Vorfeld wurde schon geklärt, warum er so viel Hunger hatte und nicht zunahm: Er litt unter einer Wurmart, welche seinem Körper die ganzen Nährstoffe entzog, dagegen konnte wir zum Glück schnell etwas tun.

Nach wochenlangen Test und Untersuchungen, wir alle krochen bereits auf dem Zahnfleisch, da wir unter anderem nicht mehr schlafen konnten, weil wir ständig Aqua beim Kratzen stören mussten (könnt ihr euch vorstellen, welch eine Qual ein solcher Juckreiz sein muss?) und jaa, ich gebs zu, einmal warf ich ihm ein Kissen über. Habe noch heute ein schlechtes Gewissen deswegen, aber wir alle waren fix und fertig!

Dann kam die Diagnose: eine Autoimmunkrankheit: pustulöser Phemphigus (keine Ahung, ob ich das jetzt richtig geschrieben habe). Davon gibt es zwei Sorten:

Kann mit Behandlung einmalig weg sein, kann aber auch immer wieder auftreten, bis zum Lebensende.

Ich werde es niemals vergessen: Morgens erhielt „Das Elend“ die korrekten Medikamente, abends war es ein anderer Hund!

Das unglaubliche Leid war plötzlich aus den Augen verschwunden und…,.. er kratzte sich nicht mehr!

Aqua kratzte sich nicht mehr! Biss sich keine neue Wunden und Löcher mehr in den eigenen Körper! Neeeee, der hatte jetzt ganz anderes zu tun!: Die Welt erleben! Spielen! Unendlich spielen! Fröhlich sein! Teilnehmen an unserem Leben, da sein! Zugucken bei allem was wir und alle anderen Hundis tun! Da sein! Leute, der war plötzlich wach!!! Und glücklich und platzte fast vor Lebensfreude! Bis heute und sicherlich bis in alle Ewigkeit!

Dank der korrekten Medizin wurden auch die Sch.. Würmer aus ihm gespült und er nahm endlich zu, irgendwann passte auch der große Kopf auf den Körper.

Und er wurde satt. Fraß nicht mehr endlos.

Mehr als ein halbes Jahr habe ich den großen dürren Kerl täglich in die Badewanne gehoben, ihn mit spez. Mitteln eingeschäumt (fragt nicht, was wir beide von dem Baden hielten) , mehr als ein Jahr erhielt er Medikamente und: Die Wunden verheilten, die Krusten verschwanden, die Öhrchen, Jaaaa! Die Öhrchen wurden wieder superweich und geschmeidig! Und da kam Fell und das war schwarz! Aqua wurde nachtschwarz mit weiß geprenkelten Füßen und Brust!

Nach ein eineinhalb Jahren, gerade fühlten wir uns wohl und sicher, kam der Rückschlag: Der Scheiß Pemphigus kam wieder und anschließend, welch Ironie, auch noch Demodex!

Doch auch das haben wir geschafft und erfolgreich bekämpft!

Heute ist Aqua kerngesund und ein fester Bestandteil unseres Rudels, welches ihn seit seiner Genesung akzeptiert und liebt. Seine beste Freundin ist unsere Angsthündin Luna, welche durch ihn an Selbstvertrauen und Lebensfreude gewinnt.

Und ich, ... ja ich, ich liebe diesen lebensfrohen und immer glücklichen und lachenden und mich ständig knutschenden und immerzu wohlig brummelnden Hund unendlich und bis in alle Ewigkeit und bin so froh und auch unglaublich stolz auf uns alle, dass wir, auch wenn wir immer wieder gezweifelt haben, verzweifelt waren, durchgehalten haben, gleich unserem Motto:

Niemals aufgeben!


Hier, zeitlich geordnet, einige Bilder von Aqua:

 

 
 

 

 

 
  

Nach einem Jahr: Das Fell kommt, wir sind auf dem Weg der Besserung!

 

 Aqua heute:

 

 

 

 

 

 

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